Pack die Wanderschuhe ein und los geht’s!
Der Schluchtensteig im Schwarzwald ist ein echtes Abenteuer auf 119 Kilometern durch wilde Schluchten und entlang rauschender Wasserfälle. Von Stühlingen bis nach Wehr führt dieser Fernwanderweg durch den Südschwarzwald und ist in sechs Tagesetappen eingeteilt. Als einer der „Top Trails of Germany“ gehört der Schluchtensteig zu den besten Wanderwegen des Landes und trägt stolz das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ des Verbands Deutscher Gebirgs- und Wandervereine.
Über die Hälfte der Strecke verläuft auf naturbelassenen Wegen, nur 16,4 Prozent sind asphaltiert. Mit insgesamt 3300 Höhenmetern bergauf und bergab braucht man gute Kondition und Trittsicherheit. Besonders faszinierend macht den Schluchtensteig die Verbindung von sieben einzigartigen Schluchten, wobei Wasser das prägende Element dieser Wanderroute ist.
Hier erfahren Sie alles Wichtige zu den einzelnen Etappen, zur Schwierigkeit des Weges, zu Übernachtungsmöglichkeiten und zur optimalen Vorbereitung. Außerdem gibt’s praktische Tipps zur Anreise und Verpflegung, damit Ihr Schluchtensteig-Abenteuer zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
Was ist der Schluchtensteig im Schwarzwald?
Im südlichen Schwarzwald gibt’s einen Wanderweg, der Naturliebhaber mit tiefen Schluchten und rauschenden Wasserfällen begeistert. Der Schluchtensteig gehört zu den faszinierendsten Fernwanderwegen Deutschlands.
Lage, Länge und Verlauf
Der Schluchtensteig führt auf 119 Kilometern quer durch den Naturpark Südschwarzwald. Er startet in Stühlingen an der Schweizer Grenze und endet in Wehr. Auf seiner Route durchquert er sieben beeindruckende Schluchten des Südschwarzwaldes:
- Wutachflühen
- Wutachschlucht
- Haslachschlucht
- Schleifenbachfälle
- Windbergschlucht
- Hohwehraschlucht
- Wehraschlucht
Der Weg verläuft zunächst von Stühlingen flussaufwärts nach Norden durch die tief eingeschnittenen Wutachflühen bis Blumberg. Danach folgt er dem Flusslauf durch die Wutachschlucht westwärts bis Lenzkirch. Von dort führt der Schluchtensteig südwärts zum Schluchsee und weiter durch die Windbergschlucht nach St. Blasien, über Dachsberg und Ibach nach Todtmoos und endet schließlich in Wehr am Ausgang des Wehratales.
Besonders bemerkenswert: Über 50 Prozent der Strecke verlaufen auf naturbelassenen Wegen, nur etwa 16 Prozent sind asphaltiert. Das macht den Weg zu einem echten Naturerlebnis abseits befestigter Straßen.
Zertifizierungen und Besonderheiten
Der Schluchtensteig trägt das Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbands und des Deutschen Tourismusverbands. Diese Auszeichnung wurde ihm bereits fünfmal verliehen, zuletzt 2023. Dabei übertrifft der Weg die Qualitätskriterien in allen Kategorien deutlich.
Als Fernwanderweg ist der Schluchtensteig in sechs Tagesetappen eingeteilt, die zwischen 18 und 23 Kilometer lang sind. Die Wanderer bewältigen dabei insgesamt 3.180 Höhenmeter im Aufstieg und 3.290 Höhenmeter im Abstieg.
Die Geschichte des Weges ist noch relativ jung: Der Schluchtensteig entstand als Kooperationsprojekt zwischen allen Gemeinden entlang der Wanderroute, dem Schwarzwaldverein, dem Naturpark Südschwarzwald, dem Landkreis Waldshut und der Schwarzwald Tourismus GmbH. Er wurde 2006 projektiert und 2007 angelegt und ausgeschildert. Die erste offizielle Saison begann mit der Einweihung am 5. Juni 2008.
Warum der Schluchtensteig zu den Top Trails of Germany gehört
Seit 2012 zählt der Schluchtensteig zur Marketingkooperation „Top Trails of Germany“, einem Zusammenschluss der 13 besten und schönsten Weitwanderwege Deutschlands. Das verdankt er mehreren herausragenden Eigenschaften:
Der Schluchtensteig besticht durch seine landschaftliche Vielfalt und den ständigen Wechsel zwischen spannenden Felssteigen und ruhigem Höhenwegwandern. Ausgesetzte Pfade entlang steiler Felsklammen, gurgelnde Bäche, Rastplätze mit spektakulären Tiefblicken und in der Sonne glitzernde Wassertropfen machen ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Außerdem bietet der Weg einen Einblick in verschiedene Ökosysteme: Von leuchtend grünen Urwäldern und dunklen Tannenforsten über Hochmoore und Blumenwiesen bis hin zu Wasserfällen und Seen. Regelmäßig werden Felskanzeln und Berggipfel angesteuert, die immer wieder grandiose Aussichten bieten – mal auf die eben durchwanderten Schluchten, mal auf den Feldberg und bei klarem Wetter sogar bis zu den vergletscherten Gipfeln der Schweizer Alpen.
Der Schluchtensteig verbindet Naturerlebnis mit Abenteuergefühl und hoher Qualität der Wegführung – ein wahres Paradies für Wanderfreunde, die Herausforderung und Naturschönheit gleichermaßen suchen.
Das aktuelle Wetter am Startpunkt in Blumberg
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Die 6 Etappen im Überblick
Jede der sechs Etappen hat ihre eigenen Besonderheiten und Herausforderungen. Hier erfahren Sie, was Sie auf jeder Tagesstrecke erwartet und welche Highlights Sie nicht verpassen sollten.
Etappe 1: Stühlingen – Blumberg
Los geht’s in Stühlingen direkt an der Schweizer Grenze. Auf 19 km (Gehzeit etwa 5,5 Stunden) folgen Sie zunächst dem Ufer der Wutach bis nach Weizen, wo Sie den Talbahnhof der berühmten „Sauschwänzlebahn“ passieren. Nach der Museumsbahnhaltestelle Lausheim-Blumegg erreichen Sie die Wutachflühen – ein echter „Urwaldabschnitt“ mit steil aufragenden Felstürmen, gigantischen Farnen und knorrigen Wurzeln.
Auf teils ausgesetzten schmalen Pfaden wandern Sie durch dieses Naturparadies. Der Aufstieg zum Aussichtspunkt Buchberg (876 m) bietet einen letzten Blick auf die zurückliegenden Wutachflühen und einen Ausblick auf die Wanderstrecke des nächsten Tages. Wer noch Kraft hat, kann diese Etappe bis zur Wutachmühle verlängern (insgesamt dann ca. 26 km, 8 Stunden).
Etappe 2: Blumberg – Schattenmühle
Die zweite Etappe (20 km, 6 Stunden) startet mit einer kleinen Mutprobe: Eine 8 m lange, steile Treppenleiter führt in die kleine Schlucht des Schleifenbachs, der in drei Kaskaden 20 m in die Tiefe stürzt. Durch lichten Laubwald geht es weiter bis zur Wutachschlucht, die beim Sägewerk Wutachmühle beginnt.
Ab hier wird das Tal immer wilder und schmäler. Der Pfad führt über Wurzelwerk an der Wutach entlang, die Vegetation wird urwaldartiger. Nach dem Kanadiersteg, wo die Gauchach in die Wutach mündet, passieren Sie Felswände mit Drahtseilgeländern und schmale Pfade knapp über dem Wasserspiegel. Nach dem Tanneggerwasserfall und dem ehemaligen Kurbad Bad Boll erreichen Sie die Schattenmühle.
Etappe 3: Schattenmühle – Oberfischbach
Von der Schattenmühle geht’s auf der dritten Etappe (18 km, 6 Stunden) zunächst steil den Waldhang hinauf. Bald sehen Sie die Reste des Räuberschlössle auf einem 80 Meter hohen Felsen über einem der wildesten Schluchtabschnitte. Der Weg schlängelt sich durch den Steilhang des Bergwaldes um Felsen und flechtenbewachsene Fichten vorbei am kleinen Flusskraftwerk Stallegg, dem ältesten seiner Art in Baden.
Nach der Haslachschlucht und einem letzten Überqueren der Wutach führt der Weg zur Haslachklamm und über den imposanten Rechenfelsen zum Hölllochfelsen. Über Lenzkirch und durch das romantisch-stille Schwendetal gelangen Sie nach Oberfischbach.
Etappe 4: Oberfischbach – St. Blasien
Die vierte Etappe (20 km, 5,5 Stunden) ist vergleichsweise schluchtenarm, bietet aber herrliche Ausblicke. Vom Bildstein (1.134 m), dem höchsten Wegabschnitt am Schluchtensteig, reicht der Blick vom Feldberg über den tiefblauen Schluchsee bis zu den Alpen. Im Zickzack geht es hinunter zum Schluchsee und weiter zum Krummenkreuz (1.148 m), dem höchsten Punkt der Gesamtroute.
Nach dem Dorf Althütte folgt der steile Abstieg ins Albtal. Am Eingang der Windbergschlucht hören Sie bereits den Windbergwasserfall. Über kleine Brücken und Blockwerk steigen Sie am Windbergbächle abwärts und erreichen St. Blasien mit seinem imposanten Dom.
Etappe 5: St. Blasien – Todtmoos
Die fünfte Etappe (20 km, 6 Stunden) führt vom Kurpark in St. Blasien über den Hotzenwald nach Todtmoos. Nach dem Aufstieg zum 1.039 Meter hohen Lehenkopf werden Sie vom hölzernen Aussichtsturm mit weitreichenden Ausblicken zum Feldberg und bis zu den Alpen belohnt. Die Route taucht dann in die typische offene Landschaft des Hotzenwaldes ein – weite Bergwiesen mit Heidekraut und Kräutern.
Der Weg führt über Rüttewies und Horbach zum idyllischen Klosterweiher, dann hinauf zum Kreuzfelsen mit seiner Schutzhütte und weiter nach Ibach. Nach dem Ibacher Kreuz ändert sich das Landschaftsbild wieder, und Sie steigen steil in die Hohwehraschlucht hinab bis nach Todtmoos.


Etappe 6: Todtmoos – Wehr
Die letzte Etappe (23 km, 7,5 Stunden) beginnt sanft und lieblich, führt dann durch einen abwechslungsreichen Mischwald zur Zumkellersäge. Nach der Überquerung der Wehra kommen Sie zu einem kleinen Wildgehege. Danach rücken die Talflanken dichter zusammen und werden steiler und felsiger. Bis zu 200 Meter hoch bauen sich die felsigen Bannwaldhänge über dem schäumenden Fluss auf.
Ein schmaler Pfad führt am Hirschfelsen und Pfeiferskopf vorbei. Bei der Mettlerhütte haben Sie ein letztes Mal die Möglichkeit, die Aussicht zu den Schweizer Alpen zu genießen. Allmählich verliert der Weg an Höhe, bis Sie die Staumauer des Wehrastausees überqueren. Das finale Stück führt am Fluss entlang zum Schlosspark in Wehr mit dem Alten und Neuen Schloss der Herren von Schönau.
Schwierigkeit und Anforderungen der Wanderung
Der Schluchtensteig ist definitiv kein Spaziergang! Bevor Sie sich auf den Weg machen, sollten Sie wissen, was auf Sie zukommt.
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
Besonders in den Schluchten müssen Sie trittsicher sein. Die Pfade sind oft wurzelig, felsig und stellenweise ausgesetzt. Nach längeren Regenfällen werden die Wege in der Wutach- und Wehraschlucht zusätzlich rutschig. Obwohl ausgesetztere Passagen wie am Hirschfelsen in der Wehraschlucht gut mit Drahtseilen gesichert sind, sollten Sie grundsätzlich schwindelfrei sein.
Eine besondere Herausforderung ist die circa 8 Meter hohe und sehr steile Leiter hinunter in die Schleifenbachklamm. Aber keine Sorge – Sie können diese bei Bedarf umgehen: In Blumberg von der Hauptstraße ein kurzes Stück auf dem Schluchtensteig Richtung Buchberg, dann abbiegen in die Friedhofstraße und weiter in die Straße „Im Winkel“.
Kondition und Höhenmeter
Auf dem Schluchtensteig müssen Sie insgesamt mehr als 6.000 Höhenmeter bewältigen – offiziell 3.180 m bergauf und 3.290 m bergab. Die täglichen Etappen von jeweils rund 20 km brauchen eine gute Grundkondition. Rechnen Sie mit mindestens 5,5 Stunden reiner Wanderzeit pro Tag. Der Schluchtensteig führt außerdem in schnellem Wechsel steil bergauf und wieder bergab.
Geeignete Ausrüstung und Kleidung
Für die sichere Begehung des Schluchtensteigs brauchen Sie:
- Knöchelhohe Wanderschuhe mit gutem Profil
- Trekking-Stöcke für die teils steilen und rutschigen Abschnitte
- Dem Wetter angepasste Ausrüstung
- Schutz gegen Regen und Sonneneinstrahlung
Die wichtigste Ausrüstung sind robuste Trekking- oder Wanderschuhe mit gutem Profil. Da es in den Schluchten oft feucht oder nass ist, sollten die Schuhe wasserfest sein.
Wetterbedingungen und beste Jahreszeit
Der Schluchtensteig ist offiziell von Anfang Mai bis Ende Oktober begehbar. In den Wintermonaten wird dringend abgeraten, da sich die steilen, schmalen Steige und Schluchtabschnitte bei Regen, Schnee und Frost in spiegelglatte Eisbahnen verwandeln können.
Nach dem Winter sind viele Wege auf dem Schluchtensteig rutschig und matschig. Besondere Vorsicht ist in den Bannwäldern geboten, da natürlich absterbende Bäume immer labiler werden. Daher ist von der Begehung bei stürmischem Wetter generell abzuraten.
Im Sommer ist es allerdings in den Schluchtpartien angenehm kühl und schattig – ein echter Vorteil bei hohen Temperaturen.
Aktuelle Wetter am Start
Übernachten und Verpflegung entlang des Weges
Nach einem anstrengenden Wandertag auf dem Schluchtensteig braucht man einen gemütlichen Platz zum Ausruhen. Glücklicherweise gibt’s entlang der Route verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geschmack und Geldbeutel.
Schluchtensteig Unterkunft: Hotels, Gasthöfe, Pensionen
Entlang des Schluchtensteigs finden Sie zahlreiche traditionelle Unterkünfte. Viele davon sind als „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ zertifiziert und bieten speziellen Service für Wanderer. Der 300 Jahre alte Landgasthof „Zum Kreuz“ in Stühlingen-Weizen empfängt Sie mit regionaler Küche und hausgebackenem Brot.
Besonders praktisch: Viele Gastgeber bieten Wanderservices wie Gepäcktransport zum nächsten Etappenziel (ab 18 € pro Person) oder Transfers zu Etappenpunkten. Auch Vesperpakete für den nächsten Wandertag gibt’s (3-11 €). Wer mit Hund unterwegs ist, findet ebenfalls passende Unterkünfte – aber unbedingt auf mögliche Zusatzkosten achten.
Trekking-Camps und Zeltmöglichkeiten
Für Naturverbundene wurden 2020 die ersten Trekking-Camps im Südschwarzwald eröffnet. Diese liegen abseits der Ortschaften, sind nur zu Fuß erreichbar und haben:
- Stellplätze für bis zu drei Zelte
- Eine Feuerstelle
- Ein kleines Toilettenhäuschen
Die Camps können von Mai bis Oktober für 15 € pro Zelt (maximal 3 Personen) gebucht werden. Wichtig: Ausrüstung, Verpflegung und Trinkwasser müssen Sie selbst mitbringen, und der Müll muss wieder mitgenommen werden.
Übrigens gibt es seit kurzem sogenannte „One-Night-Camps“ entlang des Schluchtensteigs. Diese werden von Privatpersonen, Landwirten und Gemeinden angeboten und können über www.one-night-camps.de gebucht werden. Darüber hinaus existieren klassische Campingplätze, beispielsweise der Camping Schluchsee.
Einkehrmöglichkeiten und Verpflegungstipps
Die Versorgungsmöglichkeiten variieren stark zwischen den Etappen. Während der ersten, zweiten und sechsten Etappe finden Sie wenige Kilometer nach dem Start und dann erst wieder am Ende eine Einkehrmöglichkeit. Daher sollten Sie immer ausreichend Wasser sowie Snacks wie Obst, Energieriegel oder Studentenfutter dabei haben.
Empfehlenswert: Bei vielen Gastgebern können Sie für den nächsten Tag ein Lunchpaket vorbestellen. Unterwegs erwarten Sie außerdem zahlreiche kulinarische Versuchungen wie Schwarzwälder Kirschtorte oder ein herzhaftes regionales Vesper.
Planung, Anreise und nützliche Tipps
Eine gute Vorbereitung macht den Schluchtensteig zu einem entspannten Erlebnis. Hier die wichtigsten Infos für Ihre Planung.
Anreise mit Bahn, Bus oder Auto
Wer den kompletten Schluchtensteig laufen möchte, reist am besten nach Stühlingen an.
Mit der Bahn nach Stühlingen: Erst bis zum Badischen Bahnhof Basel oder über Stuttgart-Rottweil-Singen. Von dort mit dem Interregio-Express (IRE 3) bis Waldshut. Ab Waldshut oder vom Bahnhof Lauchringen bringt Sie die Buslinie 7338 zum Startpunkt an der Haltestelle „Stühlingen, Kath. Kirche“.
Mit dem Auto: Kostenfreie Parkplätze für Schluchtensteig-Wanderer gibt’s im Bereich der Stadthalle Stühlingen. In Wehr können Sie auf den Parkplätzen am Busbahnhof, bei der Mediathek, in der Tiefgarage oder auf dem Parkdeck parken.
Praktischer Tipp: Stellen Sie Ihr Auto am Zielpunkt ab und fahren Sie mit dem ÖPNV zum Ausgangspunkt. So bestimmen Sie Ihr Wandertempo selbst und müssen nicht auf Busfahrpläne achten.
Wichtige Apps und Kartenmaterial
Für die Routenplanung empfiehlt sich die Schwarzwald-App mit über 4.000 Tourenvorschlägen. Alle Touren können offline gespeichert werden – besonders nützlich bei fehlendem Netzempfang.
Das Wanderleporello Schluchtensteig (13,90 €) bietet 17 Teilkarten im Maßstab 1:25.000 mit eingezeichneter Routenführung. Die Karte ist wetterfest, reißfest und GPS-genau.
Zusätzlich kann der Wanderpass Schluchtensteig ein praktischer Begleiter sein. Diesen bekommen Sie bei den Touristinformationen entlang des Steigs.
Sicherheit, Notfallnummern und Mobilfunkempfang
In den Schluchten gibt es teilweise eingeschränkten oder keinen Mobilfunkempfang. Haben Sie keinen Empfang, versuchen Sie trotzdem die 112 zu wählen – das Handy wählt sich automatisch in das stärkste verfügbare Netz ein.
Wichtige Notfallnummern:
- Polizei-Notruf: 110
- Feuerwehr/Rettungsdienst: 112
- Ärztlicher Notfalldienst: 116 117
Beachten Sie während Ihrer Wanderung die Notfallsektoren, besonders in der Wutach-, Haslach- und Wehraschlucht. Diese helfen der Bergwacht im Notfall, Sie schneller zu finden.
Wutachschlucht-Tipp: Nach längeren Regenfällen sind die Wege besonders rutschig – gutes Schuhwerk ist dann unbedingt erforderlich. In den Wintermonaten (ab dem ersten Schnee) ist das Bewandern teilweise lebensgefährlich.
Fazit
Der Schluchtensteig im Schwarzwald ist wirklich ein ganz besonderes Wandererlebnis! Mit seinen 119 Kilometern durch sieben atemberaubende Schluchten verbindet er Naturgenuss und sportliche Herausforderung auf einzigartige Weise. Besonders beeindruckend ist der ständige Wechsel zwischen wilden Schluchten, rauschenden Wasserfällen und weiten Ausblicken bis zu den Schweizer Alpen.
Gute Vorbereitung ist das A und O für eine erfolgreiche Wanderung. Die sechs Tagesetappen brauchen nicht nur die richtige Ausrüstung und Kondition, sondern auch zeitliche Planung. Die Wanderzeit zwischen Mai und Oktober sollten Sie unbedingt einhalten, denn winterliche Verhältnisse machen die steilen Passagen richtig gefährlich.
Von traditionellen Gasthöfen bis zu naturnahen Trekking-Camps gibt’s jede Menge Übernachtungsmöglichkeiten. So können Sie den Schluchtensteig nach Ihrem eigenen Tempo erkunden und die vielfältigen Eindrücke in Ruhe genießen.
Der Schluchtensteig verdient seinen Status als „Top Trail of Germany“ wirklich! Seine Auszeichnung als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ spiegelt die hervorragende Wegführung und einzigartige Landschaftsvielfalt wider. Gleichzeitig bleibt er eine echte Herausforderung, die Trittsicherheit und mancherorts Schwindelfreiheit verlangt.
Alles in allem erwartet Sie am Schluchtensteig ein unvergessliches Abenteuer durch eine der beeindruckendsten Landschaften des Schwarzwalds. Die Kombination aus urwüchsigen Schluchten, malerischen Hochplateaus und kulturellen Highlights wie dem Dom zu St. Blasien macht diese Route zu einem Wandererlebnis der Extraklasse. Also: Wanderschuhe geschnürt und los geht’s – der Schluchtensteig wartet auf Sie!
Wichtige Erkenntnisse
Der Schluchtensteig im Schwarzwald ist ein anspruchsvoller 119-Kilometer-Fernwanderweg, der durch sieben spektakuläre Schluchten führt und als einer der besten Wanderwege Deutschlands gilt.
• Optimale Wanderzeit beachten: Mai bis Oktober ist die beste Zeit – winterliche Verhältnisse machen die steilen Schluchtabschnitte lebensgefährlich.
• Gute Kondition und Trittsicherheit erforderlich: 6.000 Höhenmeter Gesamtanstieg, ausgesetzte Pfade und eine 8-Meter-Leiter erfordern körperliche Fitness und Schwindelfreiheit.
• Sechs Tagesetappen strategisch planen: Jede Etappe umfasst 18-23 km mit 5,5-7,5 Stunden Gehzeit – Übernachtungen von Gasthöfen bis Trekking-Camps verfügbar.
• Richtige Ausrüstung ist entscheidend: Knöchelhohe Wanderschuhe mit gutem Profil, Trekking-Stöcke und wetterfeste Kleidung sind unerlässlich für die rutschigen Schluchtpassagen.
• Verpflegung vorausplanen: Besonders auf Etappen 1, 2 und 6 gibt es wenige Einkehrmöglichkeiten – Lunchpakete beim Gastgeber vorbestellen oder ausreichend Proviant mitnehmen.
Der Schluchtensteig verbindet als „Top Trail of Germany“ einzigartig Naturerlebnis mit Abenteuer und bietet unvergessliche Einblicke in die wilde Schönheit des Südschwarzwalds – von urwaldartigen Schluchten bis zu Panoramablicken auf die Schweizer Alpen.
FAQs
Wie anspruchsvoll ist der Schluchtensteig im Schwarzwald?
Der Schluchtensteig ist ein herausfordernder Fernwanderweg. Er erstreckt sich über 119 Kilometer, umfasst insgesamt 6.000 Höhenmeter und erfordert gute Kondition, Trittsicherheit und teilweise Schwindelfreiheit. Die täglichen Etappen von etwa 20 Kilometern verlangen den Wanderern einiges ab.
Wann ist die beste Zeit, um den Schluchtensteig zu wandern?
Die optimale Wanderzeit für den Schluchtensteig liegt zwischen Mai und Oktober. In den Wintermonaten wird von einer Begehung dringend abgeraten, da die steilen und schmalen Wege bei Schnee und Frost gefährlich rutschig werden können.
Welche Ausrüstung benötige ich für den Schluchtensteig?
Für den Schluchtensteig benötigen Sie robuste, wasserfeste Wanderschuhe mit gutem Profil, Trekking-Stöcke für rutschige Abschnitte, wetterfeste Kleidung sowie Sonnen- und Regenschutz. Ausreichend Wasser und Verpflegung sind ebenfalls wichtig, da Einkehrmöglichkeiten auf manchen Etappen begrenzt sind.
Gibt es Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Schluchtensteigs?
Ja, es gibt verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Entlang der Route finden Sie Hotels, Gasthöfe und Pensionen, von denen viele als „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ zertifiziert sind. Zusätzlich gibt es Trekking-Camps und „One-Night-Camps“ für naturverbundene Wanderer.
Was ist der Schluchtensteig im Schwarzwald?
Der Schluchtensteig ist ein 119 km langer Fernwanderweg im Südschwarzwald. Er führt durch sieben beeindruckende Schluchten und bietet spektakuläre Naturerlebnisse.